Nordlichter in Lofoten: beste Reisezeit & Chancen
Nordlichter über Stränden, Fjorden und steilen Gipfeln – die fotogenste Region, aber oft bewölkt.
65,7°
geomagnetische Breite
Kp 0
Nordlichter ab etwa
Nordland
Region
Vorhersage für Lofoten
Wettermodell vom · Seite aktualisiert:
- Gute Chance
- Möglich
- Unwahrscheinlich
- Zu hell
| Ort | Chance | Kp | Wolken | Beste Zeit |
|---|---|---|---|---|
| Lofoten | Möglich39 % | 1,7 | 60 % | 03:00 |
Quellen: Kp-Vorhersage NOAA SWPC, Bewölkung MET Norway (CC BY 4.0), Dunkelheit eigene Berechnung.
Deine Chance in Lofoten
Die Statistik wird gerade aufbereitet – der Rechner ist bald verfügbar.
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Pro Nacht: Anteil klarer Nächte × Dunkelheit × Wahrscheinlichkeit ausreichender Sonnenaktivität an diesem Breitengrad, aus langjährigen Daten. Die Nächte werden als unabhängig betrachtet; weil Wetter in Phasen kommt, ist die echte Chance bei kurzen Reisen etwas niedriger.
Nordlichter Lofoten: wann am besten?
Die Lofoten liegen etwas südlicher als Tromsø, aber immer noch mitten unter dem Polarlichtoval. Nach den Kp-Daten des GFZ Potsdam von 2005 bis 2025 ist die Sonnenaktivität hier in fast jeder Nacht der Saison hoch genug. Entscheidend sind also Dunkelheit und Wolken.
Echte Dunkelheit (Sonne mehr als 12 Grad unter dem Horizont) gibt es Mitte September rund sechseinhalb Stunden pro Nacht, Mitte Oktober elf, Mitte Dezember knapp 16 Stunden. Um die Wintersonnenwende bleibt die Sonne nur kurz unter dem Horizont, trotzdem sind die Tage dann extrem kurz. Im März sind es wieder gut acht Stunden Dunkelheit, ab Mitte April wird es nachts nicht mehr richtig dunkel.
Für Fotografen sind zwei Zeitfenster besonders reizvoll: Ende September und Oktober, wenn Seen und Buchten noch eisfrei sind und sich das Licht im Wasser spiegelt, und Februar bis Mitte März, wenn Schnee auf den Gipfeln liegt und die Tage schon wieder hell genug für Wanderungen und Fotos bei Tageslicht sind. Die Aktivität ist rund um die Tagundnachtgleichen im Schnitt etwas stärker – im September und März gab es Kp 5 oder mehr in 12 beziehungsweise 10 Prozent der Nächte, im Dezember nur in 5 Prozent.
Wetter auf den Lofoten
Die Lofoten liegen weit draußen im Atlantik, der Golfstrom hält die Temperaturen für die Breite ungewöhnlich mild. Der Preis dafür sind viele Wolken, Wind und schnelle Wetterwechsel. Oft regnet es an der Küste, während es in den Bergen schneit, und ein Tief kann mehrere Tage festsitzen.
Der Vorteil: Das Wetter wechselt nicht nur schnell, sondern auch auf kurzer Strecke. Die Inselkette ist lang und gebirgig, die Wolken bleiben oft an einer Seite hängen. Mit einem Auto kannst du innerhalb einer Stunde von der Süd- auf die Nordseite oder ein paar Inseln weiter fahren. Schau abends in die Stunde-für-Stunde-Vorhersage für die Lofoten und in die Vorhersagekarte, dort siehst du auch Vesterålen und Senja als Ausweichziele.
Wer Anfang Herbst kommt, kann beides verbinden: Die Golfsaison auf Lofoten Links auf Gimsøy dauert bis in den Oktober, und ab September werden die Nächte dunkel genug für Nordlichter.
Plane lieber fünf bis sieben Nächte als zwei oder drei. So überstehst du auch eine längere Wolkenphase. Der Chancen-Rechner zeigt dir, wie viel eine zusätzliche Nacht bringt.
Fotospots
Die bekanntesten Motive liegen an nach Norden offenen Stränden, denn dort steht das Nordlicht meist über dem Meer:
- Haukland Beach: heller Sandstrand in einer Bucht mit Bergen rundherum, von Leknes schnell erreichbar.
- Uttakleiv: gleich nebenan, bekannt für die runden Felsen im Vordergrund. Bei Ebbe spiegelt sich der Himmel in den Pfützen zwischen den Steinen.
- Skagsanden bei Flakstad: Strand direkt an der E10 mit steiler Bergkulisse, ideal wenn du nicht weit laufen willst.
Dazu kommen die Fischerdörfer mit ihren roten Rorbuer. Dort ist es allerdings heller, und in bewohnten Orten gilt: Nicht in Hofeinfahrten parken und keine Privatstege betreten. Nimm eine Stirnlampe mit Rotlicht mit, damit du anderen Fotografen nicht ins Bild leuchtest. Die Wellen an den Stränden sind im Dunkeln schwer einzuschätzen – bleib auf Abstand zur Wasserlinie.
Lofoten Nordlichter auf eigene Faust: Anreise im Winter
Der nächste Flughafen zu den Stränden ist Leknes, einen weiteren gibt es in Svolvær. Beide erreichst du mit kleinen Propellermaschinen, meist mit Umstieg in Bodø. Alternativ landest du in Harstad/Narvik Evenes und fährst rund drei Stunden mit dem Mietwagen über die E10. Die Autofähre von Bodø nach Moskenes bringt dich an die Südspitze, kann bei Sturm aber ausfallen. Auch die Hurtigruten hält auf den Lofoten.
Die E10 wird im Winter geräumt, ist aber oft glatt und stellenweise schmal. Ein Mietwagen mit Winterreifen ist üblich, trotzdem solltest du Erfahrung mit Schnee und Eis mitbringen. Ohne Auto bist du auf den Lofoten stark eingeschränkt, denn die Busse fahren selten und abends kaum.
Anreise
- Flughafen Leknes (LKN), ca. 10 km
- Alternativ über Evenes (EVE) und dann rund 3 Stunden mit dem Mietwagen
- Fähre von Bodø nach Moskenes