Nordlichter in Norwegen im September
Nordlichter in Norwegen im September: kurze, aber aktive Nächte zum Saisonstart, Nordlichter über eisfreien Fjorden und milde Temperaturen.
Nordlichter in Norwegen im September: was dich erwartet
Der September ist der Start der Nordlichtsaison: Ab jetzt sind Polarlichter in Norwegen wieder zu sehen. Nach dem hellen Sommer kehrt in Nordnorwegen die Nacht zurück, und zwar schnell: Mitte des Monats hast du in Tromsø nach unserer Rechnung rund sechs Stunden echte Dunkelheit (Sonne mehr als 12 Grad unter dem Horizont), auf den Lofoten etwa sechseinhalb, in Alta knapp sechs. Jeden Tag kommen einige Minuten dazu. Anfang September ist das Fenster noch knapp und liegt um Mitternacht, Ende des Monats beginnt es schon am späten Abend.
Dafür ist der September einer der aktivsten Monate. Rund um die Tagundnachtgleiche am 22. oder 23. September koppelt das Magnetfeld der Erde im Schnitt besser an den Sonnenwind an, das zeigen auch die Kp-Daten des GFZ Potsdam von 2005 bis 2025: In 53 Prozent der Septembernächte erreichte der Kp-Wert mindestens 3, in 26 Prozent mindestens 4 und in 12 Prozent mindestens 5. Im Dezember waren es nur 18 Prozent mit Kp 4 und 5 Prozent mit Kp 5. Im Norden reicht zwar schon schwache Aktivität, starke Nächte mit Bewegung und Farbe am ganzen Himmel sind im September aber häufiger.
Nordlichter in Tromsø und auf den Lofoten im September
In Tromsø und auf den Lofoten siehst du Nordlichter im September oft über noch eisfreien Seen und Fjorden, in denen sich die Bögen spiegeln. Das ist die große Stärke des Monats für Fotografen. Die Schwäche ist das Wetter: Der Herbst an der Küste ist wechselhaft, die Wetterstation Tromsø meldete in nur 25 Prozent der Septembernächte überwiegend klaren Himmel, weniger als in jedem anderen Monat der Saison.
Plane deshalb eher eine Woche als ein langes Wochenende ein, und bleib mit einem Mietwagen beweglich. Am Nachmittag zeigt dir die Nordlicht-Vorhersage für die nächsten drei Nächte, wo Wolkenlücken und Aktivität zusammenfallen.
Weiter im Süden ist der September weniger ergiebig. In Oslo braucht es nach unserem Modell mindestens Kp 4, und dann stehen die Lichter tief am Nordhorizont.
Wetter und Kleidung
Der September ist der wärmste Nordlichtmonat. Die Nächte in Tromsø lagen von 2005 bis 2025 im Schnitt bei rund 8 Grad, auf dem Fjell und im Inland kann es schon Bodenfrost geben. Regen und Wind sind häufiger als Schnee.
- Wasserdichte Jacke und Hose: wichtiger als dicke Daunen, denn Nässe kühlt schneller aus als Kälte.
- Warme Zwischenschicht: Fleece oder leichte Daunenjacke unter der Regenjacke, dazu Mütze und Handschuhe für lange Wartezeiten.
- Feste, wasserdichte Schuhe: Wege zu Stränden und Aussichtspunkten sind oft nass und rutschig.
- Stirnlampe: am besten mit Rotlicht, damit du deine Augen und die anderer nicht blendest.
Tagsüber lohnt der September mit Herbstfarben im Fjell und noch recht langen Tagen für Wanderungen – ein guter Monat, wenn du Nordlichter mit Draußensein bei milden Temperaturen verbinden willst.
Aktuelle Vorhersage für die besten Orte
Wettermodell vom · Seite aktualisiert:
- Gute Chance
- Möglich
- Unwahrscheinlich
- Zu hell
Quellen: Kp-Vorhersage NOAA SWPC, Bewölkung MET Norway (CC BY 4.0), Dunkelheit eigene Berechnung.
Wie groß ist deine Chance?
Tromsø: 88 % Chance auf mindestens eine Nordlicht-Nacht.
Chance auf mindestens eine Nordlicht-Nacht
88 %
Im Schnitt 1,8 Nordlicht-Nächte
| Ort | Balken | Chance | Nächte im Schnitt |
|---|---|---|---|
| Tromsø | 88 % | 1,8 Nächte | |
| Alta | 0 % | 0 Nächte | |
| Lofoten | – | ||
| Senja | – | ||
| Nordkap | – | ||
| Narvik | – |
Pro Nacht: Anteil klarer Nächte × Dunkelheit × Wahrscheinlichkeit ausreichender Sonnenaktivität an diesem Breitengrad, aus langjährigen Daten. Die Nächte werden als unabhängig betrachtet; weil Wetter in Phasen kommt, ist die echte Chance bei kurzen Reisen etwas niedriger.