Nordlichter in Norwegen im Januar
Nordlichter in Norwegen im Januar: die meisten klaren Nächte in Tromsø, Ende der Polarnacht und was du gegen die Kälte einpacken solltest.
Nordlichter in Norwegen im Januar: was dich erwartet
Der Januar ist ein Monat der Gegensätze. Anfangs herrscht in Tromsø noch Polarnacht, um den 15. Januar zeigt sich die Sonne zum ersten Mal wieder über dem Horizont. Die Nächte bleiben trotzdem sehr lang: Mitte des Monats hast du nach unserer Rechnung in Tromsø gut 15 Stunden echte Dunkelheit (Sonne mehr als 12 Grad unter dem Horizont), in Alta ebenso und auf den Lofoten knapp 15 Stunden.
Beim Wetter spricht an der Küste viel für den Januar. Die Wetterstation Tromsø meldete von 2005 bis 2025 in 37 Prozent der Januarnächte überwiegend klaren Himmel – der höchste Wert der ganzen Saison. Kalte, stabile Hochdrucklagen sind jetzt häufiger als im Herbst, auch wenn Tiefs mit Schnee und Sturm weiterhin durchziehen.
Die Sonnenaktivität ist im Januar statistisch – zusammen mit dem Dezember – am niedrigsten. Nach den Kp-Daten des GFZ Potsdam erreichte der Kp-Wert in 42 Prozent der Januarnächte mindestens 3, in 18 Prozent mindestens 4 und in 6 Prozent mindestens 5. Für Nordnorwegen reicht das dennoch: Auf der Breite von Tromsø, der Lofoten und Alta genügt laut unserem Modell schon schwache Aktivität, damit Polarlichter am Himmel stehen.
Nordlichter in Tromsø und auf den Lofoten im Januar
In Tromsø ist der Januar deshalb einer der verlässlichsten Monate. Viele klare Nächte, lange Dunkelheit und eine verschneite Landschaft, die das Licht zurückwirft. Ab Mitte des Monats kommen jeden Tag einige Minuten Sonne dazu – eine gute Zeit für Ausflüge bei Tageslicht und Nordlichter am Abend.
Auf den Lofoten ist der Januar oft stürmisch, die Tage sind aber schon etwas länger als in Tromsø. Fotografen schätzen das weiche Licht der tief stehenden Sonne. Plane auch hier mehrere Nächte ein und bleib beweglich, denn die Bewölkung kann zwischen Nord- und Südseite der Inseln stark schwanken.
Die Nordlicht-Vorhersage zeigt dir drei Nächte im Voraus, wo Aktivität und Wolkenlücken zusammenpassen. Wenn die Küste zu ist, lohnt im Januar oft der Blick nach Alta oder Karasjok im Inland.
Wetter und Kleidung
Der Januar ist im Norden einer der kältesten Monate. Die Nächte in Tromsø lagen von 2005 bis 2025 im Schnitt bei knapp minus 3 Grad, gemildert durch das Meer. Im Inland, etwa auf der Finnmarksvidda, sind in klaren Nächten zweistellige Minusgrade die Regel, und auch an der Küste kann der Wind die gefühlte Temperatur stark senken.
- Schichtsystem: Merino-Unterwäsche, dicke Zwischenschicht aus Wolle oder Daune, winddichte Außenjacke.
- Schneehose oder gefütterte Skihose, dazu lange Wollunterhosen.
- Winterstiefel mit Kälteschutz und dicken Wollsocken, Schuhspikes für vereiste Wege.
- Fäustlinge, Sturmhaube oder Halstuch, damit auch das Gesicht geschützt ist.
- Ersatzakkus in der Innentasche: Bei Frost halten Akkus nur einen Bruchteil ihrer normalen Zeit.
Wenn du lange draußen stehst, bewege dich zwischendurch und trink etwas Warmes. Kalte Füße sind der häufigste Grund, warum Nordlichtjäger zu früh aufgeben.
Aktuelle Vorhersage für die besten Orte
Wettermodell vom · Seite aktualisiert:
- Gute Chance
- Möglich
- Unwahrscheinlich
- Zu hell
Quellen: Kp-Vorhersage NOAA SWPC, Bewölkung MET Norway (CC BY 4.0), Dunkelheit eigene Berechnung.
Wie groß ist deine Chance?
Tromsø: 88 % Chance auf mindestens eine Nordlicht-Nacht.
Chance auf mindestens eine Nordlicht-Nacht
88 %
Im Schnitt 1,8 Nordlicht-Nächte
| Ort | Balken | Chance | Nächte im Schnitt |
|---|---|---|---|
| Tromsø | 88 % | 1,8 Nächte | |
| Alta | 0 % | 0 Nächte | |
| Lofoten | – | ||
| Senja | – | ||
| Nordkap | – | ||
| Narvik | – |
Pro Nacht: Anteil klarer Nächte × Dunkelheit × Wahrscheinlichkeit ausreichender Sonnenaktivität an diesem Breitengrad, aus langjährigen Daten. Die Nächte werden als unabhängig betrachtet; weil Wetter in Phasen kommt, ist die echte Chance bei kurzen Reisen etwas niedriger.