
Gezeiten in Norwegen zum Angeln
Hochwasser, Niedrigwasser und Beißzeiten
Tidentabellen für 20 Angelorte an der norwegischen Küste, dazu Mondphase und Springtide. Wann die Strömung läuft und wann sie kentert, entscheidet an vielen Plätzen über den Fang.
Mond und Tide diese Woche
Bei Voll- und Neumond ziehen Sonne und Mond in einer Linie: Springtide mit dem größten Tidenhub und der stärksten Strömung. Um Halbmond ist Nipptide, das Wasser steigt und fällt weniger.
Heute, Montag, 28. September
Abnehmender Mond
Springtide, stärkste Strömung
- Nächster Vollmond: Montag, 26. Oktober
- Nächster Neumond: Samstag, 10. Oktober
Heute
Abnehmender Mond
96 % beleuchtet
Springtide
Di., 29.9.
Abnehmender Mond
91 % beleuchtet
Mittlere Tide
Mi., 30.9.
Abnehmender Mond
83 % beleuchtet
Mittlere Tide
Do., 1.10.
Abnehmender Mond
73 % beleuchtet
Mittlere Tide
Fr., 2.10.
Abnehmender Mond
63 % beleuchtet
Nipptide
Sa., 3.10.
Abnehmender Mond
51 % beleuchtet
Nipptide
So., 4.10.
Abnehmender Mond
40 % beleuchtet
Nipptide
Tidentabelle für 20 Angelorte
Hoch- und Niedrigwasser der nächsten sieben Tage, direkt aus der Vorhersage des norwegischen Kartverket. Die Orte sind nach Angelrevier sortiert, von Süd nach Nord.
Warum Gezeiten beim Angeln in Norwegen zählen
Der Tidenhub wächst von Süd nach Nord. Im Skagerrak bei Kristiansand steigt und fällt das Wasser oft nur um 20 bis 40 cm, an der Westküste um gut einen Meter, in Nordnorwegen bei Springtide um bis zu gut 3 m. Wer im Norden am Ufer oder vom Boot in flachem Wasser angelt, merkt den Unterschied sofort.
Mit der Gezeit strömt Wasser durch Sunde, Meerengen und Fjordeinfahrten. An solchen Strömungsstellen wird Futter verwirbelt, Köderfisch sammelt sich an den Kanten, und Dorsch, Köhler und Pollack stehen oft genau dort. Bekanntestes Beispiel ist der Saltstraumen bei Bodø.
Kentern nennt man den Moment, in dem die Strömung nachlässt und die Richtung wechselt. An Strömungsstellen lässt sich dann erst sinnvoll fischen, weil der Köder wieder zum Grund kommt. Rund um Hoch- und Niedrigwasser, grob eine Stunde davor und danach, liegen erfahrungsgemäß gute Zeiten.
Dazu kommt das Licht: Morgen- und Abenddämmerung sind beim Meeresangeln oft ergiebig, besonders im Sommer mit wenig echter Dunkelheit. Fällt ein Gezeitenwechsel in die Dämmerung, lohnt es sich, genau dann am Wasser zu sein.
Mondkalender mit festen Beißzeiten (Solunar-Theorie) sind eine verbreitete Anglerregel, wissenschaftlich aber nicht belegt. Wir zeigen deshalb Mondphase und Tide, aber keine vorhergesagten Beißzeiten.
Quelle
Gezeitendaten: Kartverket, Se havnivå, Lizenz CC BY 4.0. Die Vorhersage gilt für Normalbedingungen, Wind und Luftdruck können den Wasserstand um mehrere Dezimeter verschieben. Mondphase berechnet, Genauigkeit einige Stunden.